Tierärztliche Klinik für Pferde Wolfesing
Dr. Brems  ▪  Dr. Adophsen  ▪  Dr. Korn  ▪  Dr. Zengerling

Pferdekrankheiten von A-Z
An dieser Stelle haben wir für Sie eine Übersicht der Pferderkrankungen zusammengestellt. Informieren Sie sich über die typischen Pferdekrankheiten.

Musterplan
Hier finden Sie unseren Musterplan für gezieltes Aufbautraining nach einer Verletzung der Beugesehne.

Neuigkeiten
Informieren Sie sich über neue Therapieoptionen bei Arthrose



Hier finden Sie aktuelle Infos zu neuen Therapien bei Sehnenverletzungen



Stammzellentherapie

Was ist die Knochenmark (bone marrow)-Therapie?

Die Verwendung von körpereigenem Knochenmark ist seit einigen Jahren auch in der Pferdemedizin üblich. Die Grundlage dieses Verfahrens bieten undifferenzierten Zellen die dem Knochenmark entnommen werden. Diese pluripotenten Zellen können sich je nach der Umgebung in welche sie verpflanzt werden zu verschiedenen Zelllinien der Stützgewebe, wie z.B. Sehnenzellen, Knorpelzellen und Knochenzellen differenzieren.

Wie wird sie durchgeführt?

Das Pferd wird in unserer Praxis sediert und mit Hilfe von speziellen Instrumenten wird aus dem Brustbein ca. 60-80 ml Knochenmarksubstrat gewonnen.  Diesem wird ein Gerinnungshemmers hinzugefügt um das zusammenkleben der Zellen und die Bildung von Blutklümpchen in der entnommenen Probe zu verhindern. Sofort nach der Entnahme wird die Probe in den geschädigten Sehnenbereich injiziert. Ein desinfizierendes, abdeckendes Spray wird auf die Punktionsstelle aufgetragen, die behandelte Extremität erhält einen gut gepolsterten Röhrenverband.

Im Knochenmark befindet sich jedoch nur eine geringe Anzahl von Stamm-zellen. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Laboren, in die die Proben gesendet werden, können weitere Zellen angezüchtet und somit ihre Anzahl vergrößert werden. Pro Probe kann die Zellzahl auf etwa 10 Millionen erhöht werden. Nach drei bis vier Wochen der Laborarbeit erfolgt dann eine zweite Injektion vermehrter, gereinigter Zellen in oder nahe der Läsion. Je nach Grad der Sehnenschädigung wird die Therapie mit einmaliger Injektion direkt entnommener oder einer zweiten zusätzlichen Injektion von angezüchteten Stammzellen durchgeführt.

Wirkmechanismen

Stammzellen haben eine Multipotenz (bedeutet die Fähigkeit sich vielfältigen Nutzungsrichtungen anzupassen), so können sie sich auch in Sehnengewebe umwandeln. Am weitesten sind die Forschungen in diesem Bereich in England, insbesondere an Rennpferden vorangeschritten. Gradmesser für den Erfolg einer Behandlung ist dabei die Rückkehr zur ursprünglichen Leistung oder eine Verbesserung derselben. Hierbei zeigte sich beim Rennpferd bezüglich Erkrankungen der oberflächlichen Beugesehne ein gutes Ergebnis. Insbesondere bzgl. der Qualität des entstehenden Gewebes zeigen Gewebeschnitte der behandelten Bereiche Ähnlichkeit mit normalem Sehnengewebe.

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Thema: Sehnenverletzung

Dr. Rüdiger Brems zu Gast bei Neues aus der Medizin.