Tierärztliche Klinik für Pferde Wolfesing
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Pferdekrankheiten von A-Z
An dieser Stelle haben wir für Sie eine Übersicht der Pferderkrankungen zusammengestellt. Informieren Sie sich über die typischen Pferdekrankheiten.

Musterplan
Hier finden Sie unseren Musterplan für gezieltes Aufbautraining nach einer Verletzung der Beugesehne.

Neuigkeiten
Informieren Sie sich über neue Therapieoptionen bei Arthrose



Hier finden Sie aktuelle Infos zu neuen Therapien bei Sehnenverletzungen



Fesselträger

Er läuft vom Vorderfußwurzelgelenk bzw. Sprunggelenk zwischen der Rückseite des Röhrbeins und der tiefen Beugesehne und teilt sich oberhalb der Gleichbeine in zwei Schenkel. Der Fesselträger hält zusammen mit den Gleichbeinbändern und den Gleichbeinen das Fesselgelenk an seinem Platz – ein Trageapparat, der verhindert, dass die Fessel am Boden schleift.
Dabei spannt er sich wie eine Spiralfeder bei jedem Schritt, um das Körpergewicht abzufangen. Der Fesselträger gehört zu den vier großen Sehnen des Pferdebeins und ist seitlich als fingerdicker Strang sichtbar. Ist er verletzt, schwillt und erwärmt er sich zeitverzögert: Das Pferd hat erst Stunden später, manchmal erst am nächsten Morgen ein dickes Bein und lahmt beim Auftreten. Um akuten Schmerz zu vermeiden, stellt das Pferd die Fessel steiler, was den Fesselträger entlastet soll. Ist er ganz oder teilweise gerissen, tritt das Pferd die Fessel stärker durch oder beugt das kranke Bein. Tückisch sind chronische Fesselträgerentzündungen, bei denen die Schmerzen anfangs so schwach sind, dass das Tier nicht lahmt. Häufig wird weiter geritten; der Fesselträger wird immer stärker beschädigt.
Wird der Fesselträger um mehr als vier bis sechs Prozent gedehnt, können Hülle, Fasern oder Faserbündel reißen. Bei massiver Überdehnung zerfetzt der ganze Fesselträger. Dann reißen besonders belastete Fasern zuerst. Die unterschiedlich starke Belastung innerhalb der Sehne entsteht, weil im Übergang zu den starren Knochen unterschiedlicher Zug auf die Fasern wirkt. Sind erste Fasern gerissen, verringert sich der Sehnen-Querschnitt. Der Zug auf die verbliebenen Fasern erhöht sich, immer mehr Fasern reißen. Mit einer Entzündung will der Organismus den Schaden reparieren und die Faserrisse schließen. Belastet man das Pferd dabei zu früh, geht die Sehnenentzündung (Tendinitis) nach etwa 14 Tagen vom akuten ins chronische Stadium über. Schreitet die Erkrankung fort, reißen immer mehr Fasern. Im schlimmsten Fall ist der Fesselträger am Ende unvollständig durchtrennt, und das Fesselgelenk schleift auf dem Boden (Niederbruch).

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Thema: Sehnenverletzung

Dr. Rüdiger Brems zu Gast bei Neues aus der Medizin.