Tierärztliche Klinik für Pferde Wolfesing
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Pferdekrankheiten von A-Z
An dieser Stelle haben wir für Sie eine Übersicht der Pferderkrankungen zusammengestellt. Informieren Sie sich über die typischen Pferdekrankheiten.

Musterplan
Hier finden Sie unseren Musterplan für gezieltes Aufbautraining nach einer Verletzung der Beugesehne.

Neuigkeiten
Informieren Sie sich über neue Therapieoptionen bei Arthrose



Hier finden Sie aktuelle Infos zu neuen Therapien bei Sehnenverletzungen



Sehnenscheidenentzündung

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen „Tendinitis“ und „Tendovaginitis“

Tendinitis bezeichnet jede klinische oder pathologische Störung, die mit einer Entzündung rund um die  Sehne und dem zugehörigen Peritendineum einhergeht. Als Peritendineum bezeichnet man das lockere fibröse Bindegewebe, das die Kollagenfasern einer Sehne außen umhüllt.
Bei einer Tendovaginitis ist nur der Abschnitt betroffen, wo Muskel und Sehne direkten Kontakt miteinander haben.

Doch entscheidend ist, diese zugbelastende Entzündungsreaktion kann dazu führen, das einzelne Fasern, ganze Faserbündel oder sogar die ganze Sehne reißen kann. Erste Anzeichen einer Zerrung bei der täglichen Routineuntersuchung der Sehnen eines Sportpferdes kann eine leichte Schwellung und eine tastbare vermehrte Wärme im betroffenen Bereich sein. Diese leichten Schwellungen verschwinden in der Regel mit routinemäßigen physikalischen Therapiemaßnahmen, und ihrer Ursache wird häufig nicht nachgegangen. Wenn sich die Zerrung jedoch fortsetzt, kann sich die Entzündung verselbständigen, denn dann beginnt ein degenerativer Prozess der zu Blutungen und Ödembildung führen kann. Die Blutung und die Ödembildung dehnen sich auch auf unverletzte Sehnenfasern aus und schwächen diese.

Die geschädigten Zellen setzen Enzyme frei, die ebenfalls zu einem Untergang von Kollagenfibrillen und der interfibrillären Matrix führen. Dieser degenerative Zyklus mündet schließlich in einer Unterbrechung der Blutzufuhr in den betroffenen Bereich und zu weitergehender Untergang des Gewebes.

Sobald die Degeneration unter Kontrolle ist, beginnt der Heilungsprozess. Zunächst entsteht Granulationsgewebe, das sich anschließend zu fibrösem Gewebe reorganisiert. Fibroblasten wandern in das verletzte Gewebe ein, orientieren sich am bereits vorhandenen Fibrin und beginnen mit der Synthese neuer Kollagenfibrillen, die die geschädigten Fibrillen ersetzen. Das Ergebnis dieses Reparaturprozesses ist kollagenes Narbengewebe. Allerdings können dabei Verklebungen, Verwachsungen und Fibrosen zwischen der Sehne und dem umliegenden Gewebe entstehen, so dass die Beweglichkeit und die Elastizität der reparierten Sehne beeinträchtigt sind.

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Thema: Sehnenverletzung

Dr. Rüdiger Brems zu Gast bei Neues aus der Medizin.